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Ich bin hier: Home · Übersicht aller offiziellen Springsteen-DVDs






Übersicht aller offiziellen Springsteen-DVDs



Live In New York City

Nach 10-jähriger Unterbrechung kam es 1999 zur Wiedervereinigung der E Street Band. Bruce Springsteen und seine alten Mitstreiter verstanden sich freilich trotz der langen Pause immer noch hervorragend. Ihr Zusammenspiel klang gar vielseitiger, war gereift und entwickelte vor allem "in concert" noch mehr Power als früher - wie eine 15-monatige Welttournee bewies. Am Ende der Konzertreise gastierte die Gruppe, zu der Keyboarder Roy Bittan, Saxofonist Clarence Clemons sowie die Gitarristen Nils Lofgren und Little Steven gehörten, zehn Tage hintereinander im ausverkauften "Madison Square Garden" in New York City. An den letzten beiden Abenden entstand dort ein Doppelalbum, das von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt wurde. Und auch ein Fernseh-Special für den US-Sender HBO hat man mitgeschnitten.

Diese Aufzeichnung vom Juli 2000 liegt nun auf Video und DVD vor und zeigt die reformierte US-Band in blendender Verfassung. Der Boss und seine Leute spielen hier Titel aus allen Phasen ihrer Laufbahn, vom Frühwerk Lost In Flood über den 1984er- Klassiker Born In The U.S.A. bis zu den bis dato unveröffentlichten Tracks Land Of Hope And Dreams und American Skin (41 Shots). Natürlich standen auf dem Programmzettel auch unvergessene Stücke wie Born To Run und Thunder Road, die in fulminanten Bühnenfassungen dargeboten wurden. Zudem präsentierten die Amerikaner bekannte Nummern wie Youngstown, The River und Mansion On The Hill im veränderten, neuen Klanggewand. All das zelebrierten Springsteen & Co. mit enorm viel Druck, Spielfreude und ungebremster Energie. Anspieltipps? Alles!

Amazon-Rezension von Harald Kepler


The Complete Video Anthology 1978-2000

Nachdem die Video Anthology bereits 1989 auf Video erschienen war, liegt nun die erweiterte und digital neu abgemischte Complete Video Anthology auf DVD vor. Auf zwei Discs ist Springsteens gesamtes Video-Schaffen von 1978 bis 2000 zusammengefasst. Disc eins steigt mit Rosalita (Come Out Tonight) ein, das wie alle Songs sowohl in PCM Stereo als auch Dolby Digital 5.1. vorliegt. Die Abmischung im digitalen Surround-Sound ist wirklich gelungen. So macht Rock'n'Roll Spaß! Weiter geht es mit der bereits vom Video bekannten Reihenfolge: The River darf natürlich ebenso wenig fehlen wie Springsteens erstes Video - der eindrucksvolle Schwarzweißclip zu Atlantic City. Für Fans von Courteney Cox (Friends, Scream) gibt es übrigens ein Frühwerk der Schauspielerin zu entdecken: In Dancing in the Dark darf sie mit dem Boss höchstpersönlich auf der Bühne tanzen!

Die zweite Disc steigt mit Human Touch vom gleichnamigen Album ein. Mit dem oscargekrönten Streets of Philadelphia und Dead Man Walking sind auch zwei von Springsteens Filmsongs vertreten. Leider macht sich das Fehlen von Lift me up aus John Sayles Limbo in diesem Zusammenhang schmerzlich bemerkbar. Von einem anderen Song, dem Highway Patrolman vom Album Nebraska, ließ sich Sean Penn zu seinem Film Indian Runner mit David Morse und Viggo Mortensen (Der Herr der Ringe) inspirieren. Das Video ist schon ein kleines filmisches Meisterwerk in sich! Weitere Höhepunkte sind Murder Incorporated, If I Should Fall Behind und Hungry Heart. Letzteres spielte Springsteen zusammen mit Wolfgang Niedecken in Berlin ein, und wer das Video sieht, wünscht sich dabei gewesen zu sein. Zwei Stücke sind gleich in zwei Varianten enthalten: The Ghost of Tom Joad (Video plus Auftritt in Jay Lenos Tonight Show) sowie Screcet Garden (Video und Alternativversion mit Streichern). Für alle, denen Born in the USA allmählich schon zu den Ohren herauskommt - offenbar geht es Springsteen selbst nicht anders - gibt es zum Abschluss die gewöhnungsbedürftige Variante zur akustischen Gitarre.

Als Bonusmaterial enthält die DVD eine Kapitelstruktur, die jeden Song einzeln auswählbar macht, sowie eine komplette Diskografie Springsteens (inklusive Videos und DVDs), die jeweils mit einem ausgewählten Audio-Clip unterlegt ist. Man hätte sich zumindest auch die Credits zu den Videos gewünscht, von Audiokommentaren Springsteens oder Interviews zur Entstehungsgeschichte der einzelnen Stücke und ihrer Clips ganz zu schweigen. Will man mehr über Springsteen und die E Street Band erfahren, sei daher auf die ebenfalls auf DVD erhältliche Dokumentation Blood Brothers verwiesen. Trotz dieses kleinen Mankos ist die Video Anthology der ideale Überblick über Springsteens Schaffen: perfekt für Einsteiger und Gelegenheitshörer, für Fans ein absolutes Muss!

Amazon-Rezension von Birgit Schwenger


Blood Brothers

"Blood Brothers" von Ernie Fritz ist nicht nur was für Springsteen-Fans. Jeder der sich für (diese Art von) Musik intressiert, sollte diese preisgekrönte Dokumentation mal gesehen haben. Unterhaltung und Information halten sich auf hohem Niveau die Waage, ohne jemals in blanke Lobhudelei abzudriften.

Man erhält einen sehr schönen Einblick in den kreativen Prozess des Songwritings und sieht dem Boss mit seiner Band bei der Arbeit über die Schulter. Die Kamera war hier tatsächlich direkt mit Studio, am Mischpult mit Bob Clearmountain und in den Aufnahmeräumen mit Bruce und den Musikern.

Dazu gibt es viele Statements und Anekdoten, Einblicke in die New Yorker "Hit Factory" und außerdem noch einen Live- Auftritt in New York samt Backstage-Impressionen. In die Doku "einegebettet" ist an dieser Stelle noch ein kleines Making Of zum Video Murder Incorporated, wo auch der Regisseur Jonathan Demme (Stop Making Sense, Das Schweigen der Lämmer) zu Wort kommt. Im Anschluß an die Doku gibt es noch das eigentliche Musikvideo, sowie das Video zu Secret Garden in voller Länge.

Laufzeit insgesamt gute eineinhalb Stunden, Bild- und Ton der DVD sind mehr als anständig und der Inhalt über jeden Zweifel erhaben.

Klare Sache - diese DVD lohnt sich. Nicht nur für Fans von Bruce Springsteen.

Amazon-Rezension von rezensentinator


Live In Barcelona

Nach der Veröffentlichung des Albums "The Rising" ging Bruce Springsteen gleich auf eine ausgedehnte Welttournee. 120 Auftritte in 82 Städten waren im Terminkalender notiert. Als der "Boss" in Barcelona gastierte, waren er und seine E Street Band schon zwei Monate unterwegs und dementsprechend gut eingespielt. Genau der richtige Zeitpunkt also für einen Filmmitschnitt der Liveshow. Der präsentiert die Amerikaner jetzt auch für alle Zuschauer daheim in bestechender Form.

Im Zentrum des Bühnenprogramms steht The Rising. Auf diesem Longplay verarbeitet Springsteen ja bekanntermaßen das Trauma des 11. September 2001 in nachdenklichen, bisweilen jedoch auch übertrieben patriotischen Liedern. Live fegt er die kritischen Einwände freilich allein mit der Statur seiner Persönlichkeit mühelos weg. Stücke wie Lonesome Day, My City Of Ruins und Countin' On A Miracle kommen hier sehr überzeugend rüber.

Neben diesen Songs im Gedenken an den Terroranschlag auf das World Trade Center spielt Bruce mit seinen langjährigen Weggefährten Clarence Clemons, Roy Bittan, Nils Lofgren und Stevie Van Zandt (alias Little Steven) einige Raritäten (z.B. Incident On 57th Street), die Lieblingslieder seiner Fans und jede Menge Hitnummern aus allen Karrierephasen. So darf man sich etwa auf Born To Run, Thunder Road, Dancing In The Dark und Born In The U.S.A. freuen.

Mr. Springsteen betätigt sich dabei zweieinhalb Stunden lang einmal mehr als hart arbeitender Bühnenperformer. In hemdsärmeliger Malocher-Manier schuftet und rackert er hier, dass es eine wahre Freude ist. Er baut einen weiten Spannungsbogen auf, zieht das Tempo mal an, geht dann wieder in eher ruhige Passagen über und bringt am Schluss der schweißtreibenden Darbietung die Atmosphäre im Auditorium des "Palau Sant Jordi" regelrecht zum Kochen. Das ist Live-Entertainment in Perfektion!

Amazon-Rezension von Harald Kepler


MTV Unplugged

Der Live-Mitschnitt von 1992 zeigt den Boss an einem Wendepunkt seiner Karriere, nachdem er in den 80er-Jahren zum Mainstream geworden war. Zeuge dieser Wiedergeburt wurden die MTV-Zuschauer am 11. November 1992, als Springsteen aus dem Wort "Unplugged" die ersten beiden Buchstaben entfernte und eine voll elektrische, rockige Show spielte, die nun erstmals in voller Länge auf DVD zu erleben ist. Die DVD enthält drei Songs mehr als ursprünglich bei MTV zu sehen und einen Track mehr als bei der Erstveröffentlichung auf VHS. Man spürt, dass Springsteen wieder zu sich gefunden hat. Bei Light Of Day schwingt er sich gar mit viel Emphase zu einem Hohepriester des Rock'n'Roll auf. Die hier gefundene Energie trug ihn schließlich durch die 90er-Jahre und letztlich zurück zur E Street Band.

Quelle world-of-video.de


Born To Run "30th Anniversary Edition"

Mit seinem dritten Album "Born To Run" (1975) gelang Bruce Springsteen ein weiterer Geniestreich, der ihn endgültig in den Rock-Olymp katapultierte. Songs wie Tenth Avenue Freeze-Out, Thunder Road und natürlich der Titelsong gerieten in Rekordzeit zu Hymnen der amerikanischen Jugend, bevor das "Boss"-Fieber - angeregt durch eine in der Rockpalast- Nacht des WDR ausgestrahlte Live-Performance - auch über den großen Teich schwappte. Zum 30-Jährigen Jubiläum des Albums erscheint nun dieses einzigartige Box-Set, das neben dem komplett digital remastertem original Album auch zwei DVDs enthält:
DVD 1 enthäMlt mit 130 Minuten Spielzeit das komplette, bis dato unveröffentlichte 1975er Hammersmith Odeon Konzert von Bruce, zusammen mit seiner E-Street Band in fettem 5.1 Surround Sound. Auf DVD 2 ist "Wings For Wheels", das 90 minütige Making Of "Born To Run" zu sehen - selbstverständlich um neue Interviews und ungesehenes Archiv-Material erweitert. Abgerundet wird diese Deluxe-Box von einem hochwertigen 48-Seiten starken, mit unzähligen unveröffentlichten Bildern gefülltem Booklet.

Amazon-Rezension


VH1 Storytellers

Bruce Springsteen - VH1 Storytellers In der renommierten Reihe VH1 Storytellers erzählen Superstars die Hintergründe und Entstehungsgeschichten einiger ihrer wichtigsten Songs. Bruce Springsteen erweist sich in diesem Kontext als geborener Entertainer.

Am 4. April 2005 geht The Boss im Two River Theater in Red Bank/New Jersey auf die kleine Bühne, um einem handverlesenen Publikum fast 100 Minuten lang acht Lieder inklusive ausführlicher Erläuterungen zu präsentieren. Auf eine Begleitband verzichtet Springsteen dabei, er braucht lediglich seine Gitarre oder sein Klavier (plus eine Mundharmonika, die er ständig vergisst, sich umzuhängen), um die einzigartige Magie seiner Kompositionen zum Leben zu erwecken. Auf dem Programm stehen Nummern, die nicht unbedingt zu seinen größten Hits gehören, die unterschiedlichen Facetten seiner über 30-jährigen Karriere aber sehr gut herausstellen. Von Blinded By The Light aus dem 1973er "Debütalbum "Greetings From Asbury Park" über das zwei Jahre später veröffentlichte Thunder Road und die beiden Achtziger-Jahre-Tracks Nebraska (1982) und Brilliant Disguise (vom 1987er Longplayer "Tunnel Of Love") bis hin zu den The Rising- Auszügen Waitin' On A Sunny Day und The Rising sowie zwei Songs vom aktuellen Werk "Devils & Dust" (Jesus Was An Only Son und Devils & Dust) spannt Springsteen einen weiten Bogen. Mit unzähligen Anekdoten, vielen spontanen Einwürfen und einem unterhaltsamen Sinn für Humor, der auch vor schonungsloser Selbstironie nicht Halt macht, beleuchtet er zwischen den Songs die Texte oder seine Arbeitsweise als Komponist und erzählt grinsend von frühen Stripclub- Besuchen, bevor er mit seiner Frau Patti als Background-Sängerin Brilliant Disguise anstimmt. Zwischendurch erlaubt sich Springsteen auch ein paar ernsthafte Monologe, philosophiert über Kinder, Familie und Religion, die dunklen Seiten des Lebens und die vielen kleinen, sorgfältig beobachteten Details, die sein Schaffen so einzigartig und wertvoll machen.

Technisch ist die DVD mit ihrer exzellenten Bildqualität, dem ausgesprochen lebendigen 5.1-Surround-Sound und den guten, wahlweise zuschaltbaren deutschen Untertiteln (eine synchronisierte deutsche Tonspur gibt es nicht) über jeden Zweifel erhaben, und als Bonus erwartet den Zuschauer noch ein Question-&-Answer-Special, in dem Springsteen den Konzertbesuchern in Red Bank eine Viertelstunde lang sehr offen Rede und Antwort steht.

Amazon-Rezension von Michael Rensen


Live In Dublin

Bruce Springsteen's SEEGER SESSIONS Projekt gehört sicherlich zu den musikalischen Höhepunkten des Jahres 2006. Sowohl die CD "We Shall Overcome - The Seeger Sessions" als auch die begleitende Welt- Tournee waren eine äußerst positive Überraschung für viele Fans, die Medien-Resonanzen waren überwältigend. Columbia Records veröffentlicht nun (auf Doppel-CD und separat als DVD) als Dokument dieser Tournee "Bruce Springsteen And The Seeger Sessions Band Live In Dublin". Die Doppel-CD und DVD beinhaltet insgesamt 23 Songs, die bei den Abschlusskonzerten der Band am 17., 18. und 19. November 2006 in der legendären Venue "The Point" in Dublin/Irland mitgeschnitten wurden. Die besten Songs vom "Seeger Sessions"-Album, einige radikale Neubearbeitungen aus dem bekannten Springsteen-Songbook sowie einige Raritäten, die hier zum ersten Mal auf einem Springsteen-Album zu hören sind. Sowohl die 2CD als auch die DVD erscheinen in Digipack-Ausstattung. Songs (Auswahl): Atlantic City, Old Dan Tucker, Further Up On The Road, Erie Canal, Highway Patrolman, How Can A Poor Man Stand Such Times And Live, Growin' Up, Long Time Comin', Open All Night, Pay Me My Money Down u.v.m.

Amazon-Rezension


London Calling

Am 18. Juni veröffentlichen Bruce Springsteen & The E Street Band einen Konzertfilm mit dem Titel "London Calling: Live In Hyde Park" auf Blu-Ray und Doppel-DVD. Die HD-Aufnahmen entstanden am 28. Juni 2009 und enthalten 27 Live-Stücke. Der Film hat eine Laufzeit von 172 Minuten und dokumentiert die gesamte Performance, die bei Tageslicht begann und sich über einen fantastischen Sonnenuntergang bis in die Nacht erstreckte. "Live In Hyde Park" zeigt sowohl die Perspektive des Geschehens auf der Bühne als auch die Stimmung inmitten der riesigen Festival-Crowd. Springsteen-Fans können erleben, wie der Musiker seiner E Street Band während des Konzerts spontan neue Anweisungen gibt und den Verlauf der Show nach Bedarf ändert. Grammy- und Emmy-Preisträger Thom Zimny als Produzent und Chris Hilson als Regisseur (beide seit über einem Jahrzehnt in Springsteens Video-Team) betreuten die Entstehung des Films. Als Bonusmaterial enthält "London Calling: Live In Hyde Park" einen atemberaubenden Mitschnitt des Klassikers The River vom Glastonbury-Festival vom 27. Juni und das komplette Musikvideo zu Wrecking Ball, das im Giants Stadium in New Jersey gefilmt wurde.

Amazon-Rezension


Darkness On The Edge Of Town
25th Anniversary Edition

Nach dem Durchbruch mit "Born to run" 1975 war Bruce Springsteen erst einmal lahmgelegt; ein Rechtsstreit mit seinem damaligen Manager verhinderte neue Veröffentlichungen. Drei Jahre lang hielten er und die E Street Band sich mit Konzerten über Wasser - und mit endlosen Sessions in Springsteens Haus in New Jersey. Dort entstanden 70 (!) Songs, deren Essenz zu dem wuchtigen "Darkness on the Edge of Town" werden sollte. Es war ein Album übers Erwachsenwerden, über das, was man dabei aufgeben muss, und über das, was erhaltenswert ist. Ein Werk über Herkunft und Zukunft, über Straßen, Autos, Schwanzvergleiche, übers Schuften und Selbstvergewissern, und in jedem Song ist es Nacht. Mit dem Boxset "The Promise: The Darkness on the Edge of Town Story" erhalten wir nun nicht nur eine remasterte Version dieses Glanzstücks amerikanischer Populärkultur, sondern auch 21 apokryphe Songs, von denen die meisten unfassbar gut sind, die Springsteen aber damals nicht ins Konzept passten. Für Liebeslieder war einfach nicht die Zeit, deshalb verschenkte er Because the Night halbfertig an Patti Smith (der Rest ist Geschichte) und ließ frivole Glanzstücke wie Fire oder Großballaden wie The Promise ausproduziert in der Schublade. Genauso wie Someday (We'll be together), das mit seiner choralen Epik die im Titel verkündete Prognose gleich als Wunschtraum enttarnt. Es gibt so viel zu entdecken auf diesem Doppelalbum: die herrliche Fiedel in der Alternativversion von Racing in the Streets, Rendezvous mit seinen metallisch klirrenden Gitarren, Come on (Let's go tonight) als Variante der Factory-Melodie (Springsteen entschied sich dann für den Text, an dem mehr Proletarierschweiß klebte). Alles ist in dieser rauen, sehnsüchtigen Hymnik arrangiert, die so enthusiastisch und ohne Angst vorm Rest der Nacht nur die E Street Band Ende der 70er hinbekam. Beide "Promise"-CDs hätten für sich famose Springsteen-Alben abgegeben - und natürlich sind sie hochkarätiger als alles, was er seit "Born in the USA" abgeliefert hat. Ein Werk, ein Paket, auf das man nur mit einer Gefühlsregung reagieren kann: Euphorie, besprenkelt mit Rührung. Zumal auch die Verpackung stimmt: Alle drei CDs plus drei DVDs (darunter neben Liveaufnahmen eine großartige Doku über die Entstehung von "Darkness..." im Pennebaker'schen Cinema-verite-Stil) stecken in Springsteens faksimiliertem Ringbuch. Dort hinein schrieb er unablässig, notierte Ideen, Gedanken, Textvarianten, er strich und überschrieb - und am Ende ergab all das eins der größten Alben der Rockgeschichte.

Amazon-Rezension von kulturnews.de


The Promise: The Making Of Darkness On The Edge Of Town

Nach dem Durchbruch mit "Born to run" 1975 war Bruce Springsteen erst einmal lahmgelegt; ein Rechtsstreit mit seinem damaligen Manager verhinderte neue Veröffentlichungen. Drei Jahre lang hielten er und die E Street Band sich mit Konzerten über Wasser - und mit endlosen Sessions in Springsteens Haus in New Jersey. Dort entstanden 70 (!) Songs, deren Essenz zu dem wuchtigen "Darkness on the Edge of Town" werden sollte. Es war ein Album übers Erwachsenwerden, über das, was man dabei aufgeben muss, und über das, was erhaltenswert ist. Ein Werk über Herkunft und Zukunft, über Straßen, Autos, Schwanzvergleiche, übers Schuften und Selbstvergewissern, und in jedem Song ist es Nacht. Mit dem Boxset "The Promise: The Darkness on the Edge of Town Story" erhalten wir nun nicht nur eine remasterte Version dieses Glanzstücks amerikanischer Populärkultur, sondern auch 21 apokryphe Songs, von denen die meisten unfassbar gut sind, die Springsteen aber damals nicht ins Konzept passten. Für Liebeslieder war einfach nicht die Zeit, deshalb verschenkte er Because the Night halbfertig an Patti Smith (der Rest ist Geschichte) und ließ frivole Glanzstücke wie Fire oder Großballaden wie The Promise ausproduziert in der Schublade. Genauso wie Someday (We'll be together), das mit seiner choralen Epik die im Titel verkündete Prognose gleich als Wunschtraum enttarnt. Es gibt so viel zu entdecken auf diesem Doppelalbum: die herrliche Fiedel in der Alternativversion von Racing in the Streets, Rendezvous mit seinen metallisch klirrenden Gitarren, Come on (Let's go tonight) als Variante der Factory-Melodie (Springsteen entschied sich dann für den Text, an dem mehr Proletarierschweiß klebte). Alles ist in dieser rauen, sehnsüchtigen Hymnik arrangiert, die so enthusiastisch und ohne Angst vorm Rest der Nacht nur die E Street Band Ende der 70er hinbekam. Beide "Promise"-CDs hätten für sich famose Springsteen-Alben abgegeben - und natürlich sind sie hochkarätiger als alles, was er seit "Born in the USA" abgeliefert hat. Ein Werk, ein Paket, auf das man nur mit einer Gefühlsregung reagieren kann: Euphorie, besprenkelt mit Rührung. Zumal auch die Verpackung stimmt: Alle drei CDs plus drei DVDs (darunter neben Liveaufnahmen eine großartige Doku über die Entstehung von "Darkness..." im Pennebaker'schen Cinema-verite-Stil) stecken in Springsteens faksimiliertem Ringbuch. Dort hinein schrieb er unablässig, notierte Ideen, Gedanken, Textvarianten, er strich und überschrieb - und am Ende ergab all das eins der größten Alben der Rockgeschichte.

Amazon-Rezension von kulturnews.de



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