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✻ 11. Januar 1942 in Norfolk, Virginia
† 18. Juni 2011 in Palm Beach, Florida


Also, wer ist der "Minister of Soul" (Minister des Soul) und der "Secretary of the Brotherhood" (Sekretär der Bruderschaft)? Wenn Bruce ihn in Konzerten vorstellte, fragte er: "Muss ich seinen Namen sagen?" worauf das Publikum pflichtbewusst mit nur einem Word antwortete: „Clarence!"


 Clarence Clemons, der im Alter von neun Jahren zu Weihnachten ein Saxofon anstelle einer Eisenbahn geschenkt bekam, wurde am 11. Januar 1942 in Norfolk, Virginia, geboren. Seine frühe Liebe zum Football hätte ihn fast eine andere Karriere beschert, aber, beeinflusst von legendären Musikern wie King Curtis und Junior Walker, war es das Saxofon, in dem Clarence seine wahre Berufung fand. 



Wie die anderen E Streeter spielte auch Clarence mit anderen Bands in und um Asbury Park, bevor er Bruce traf. Das Treffen und das anschließende Eintreten in die E Street Band sind legendär: In einer stürmischen Nacht spielte die Bruce Springsteen Band in einem Club namens Student Prince in Asbury Park im September 1971. Clarence platzte durch die Tür, die buchstäblich aus den Angeln flog und äußerste den Wunsch, mit in der Band spielen zu wollen. Ob sich das wirklich so zugetragen hat, ist irrelevant (obwohl Bruce es bestätigt). Es genügt zu sagen, dass die E Street Band von diesem Moment an ihre Seele gefunden hatte - "the Big Man joined the Band" (der Big Man trat der Band bei). Mitglied der E Street Band wurde Clarence Clemons aber erst im Jahre 1973. 



 Clarences Saxofonsound drückte manchem E Street Klassiker seinen Stempel auf - "Born To Run", "Rosalita", "Prove It All Night", "Bobby Jean", "Spirit In The Night", um nur einige zu nennen. Es ist schwer sich vorzustellen, wie sie gewesen wären ohne dieses Saxofon. Und sein Solo in "Jungleland" ist nicht weniger als pure Brillanz, eine epische und unverkennbare Darbietung in Clarences langer und vielseitiger Karriere mit der E Street Band.


 In Ergänzung zum Saxofon unterstützte Clarence die Band mit Tamburin, Blechflöte, Flöte und dem Percussion. 



 Zwischendurch spielte er auch zusammen mit anderen bekannten Musikern wie Roy Orbison, Carl Perkins, Janis Ian, Paul Young, Gary U.S. Bonds, Todd Rundgren, Ringo Starr und zuletzt auch Lady Gaga. Mit seinem Saxofon unterstützte er auch 1985 Aretha Franklins Top-10-Hit "Freeway Of Love", und er hatte einen Top-20-Hit im selben Jahr, der "You're A Friend Of Mine" hieß, ein Duett mit Jackson Browne. Clarence veröffentlichte zahlreiche Solo-Alben, die alle mit seinen eigenen Bands, den Red Bank Rockers & Temple Of Soul, entstanden. 



Clarence versuchte sich auch im Schauspielbereich, er hatte Auftritte in "Martin Scorsese's New York, New York" wie auch in "Bill & Teds Excellent Adventure" und "Blues Brothers 2000". 



Im TV-Abspann lief er zu "Nash Bridges" und HBO's "The Wire". Der unter der Regie von Nick Mead geführte Dokumentarfilm "Who Do You Think I Am?" - eine Reise durchs Leben, berichtete über Clarences mehrere Reisen durch China in den Jahren 2002 und 2003. Seine Autobiografie "Big Man: Real Life & Tall Tales" erschien 2009.


Der selbst ernannte "Geistliche" Clarence war fünf Mal verheiratet. Aus diesen Ehen gingen vier Kinder hervor: Clarence III, Charles, Christopher und Jarod. Sein Neffe Jake ging 2012 und 2013 mit der E Street Band auf Tour.


Clarence starb am 11. Juni 2011 an den Folgen eines schweren Schlaganfalls, den er sechs Tage zuvor erlitten hatte. In seiner Trauerrede fragte Bruce "How big was the Big Man? Too big to die." (Wie groß war der Big Man? Zu groß, um zu sterben.)

Veröffentlichte Solo-Alben: Peacemaker (1995) • Rescue • Hero • Aja & The Big Man - Get It On • Temple of Soul - Live in Asbury Park Vol.1 • Temple of Soul - Live in Asbury Park Vol. 2 • Brothers In Arms (2008)



✻ 23. Januar 1950 in Flemington, New Jersey
† 17. April 2008 in New York City, New York


Trotz der langjährigen Freundschaft mit Steven van Zandt und seinem Seelenverwandten Clarence Clemons, spielte Bruce am längsten an der Seite des Keyboarders Danny Federici. Vor 40 Jahren brachte er seinen individuellen, unverkennbaren Orgel-Sound in einen großen Teil von Bruces Musik ein.

Was wäre "4th Of July, Asbury Park (Sandy)" ohne Dannys Akkordeon? Oder "Kitty's Back" ohne sein Orgel-Solo? Durch sein unauffälliges Auftreten erlangte er seinen Spitznamen "Phantom Dan", aber eines war Danny nicht, ein unbedeutender Musiker in der E Street Band.

Am 23. Januar 1950 wurde er in Flemington, New Jersey, geboren. Inspiriert durch die "The Lawrence Welk Show" in früheren Jahren, begann Danny Piano und Akkordeon zu spielen und galt schnell als Ausnahmetalent. Er gewann den Ted Mack's "Original Amateur Hour". Als Teenager begann er in Bands zu spielen, performte alles von Polka bis Rock'n'Roll.

Bruce und Danny trafen sich 1968 und gründeten zusammen mit Vini "Mad Dog" Lopez die Band Child. Danny blieb als einziger aus allen vorherigen Springsteen-Bands übrig: Steel Mill, Dr. Zoom and the Sonic Boom, The Bruce Springsteen Band und letztlich die im Jahre 1972 entstandene E Street Band, die zusammen mit Bruce das erste Album Greetings from Asbury Park, N.J. aufnahm.

In seiner Rede bei der Aufnahme in die Rock And Roll Hall Of Fame 1999 würdigte Bruce Danny als "den intuitivsten und natürlichsten Musiker", den er bislang getroffen habe.

Neben der E Street Band arbeitete Danny Federici in seiner Karriere mit vielen namhaften Musikern wie Gary U.S. Bonds, Graham Parker und Garland Jeffreys. Er spielte auch Akkordeon und Orgel auf dem Debutalbum von Bandkollege Steven Van Zandt, "Little Steven and the Disciples of Soul".

Während der Magic Tour 2007 gab Danny seine Krebserkrankung bekannt und brach die Tour wegen Behandlungen ab. Obwohl er sehr sehr krank war, ging Danny am 20. März 2008 in Indianapolis für einen Auftritt zurück auf die Bühne. Es war sein letzter Auftritt: Er starb nur einen Monat später im New York City's Memorial Sloan-Kettering Cancer Center. Kurz nach seinem Tod gründeten seine Familie und die E Street Band den "The Danny Federici Melanoma Found", eine gemeinnützige Organisation, die sich um die weitere Erforschung von Hautkrebs kümmert. Dies geschah in Verbindung mit den Gründern der Melanoma Research Alliance.

In einem Interview mit Backstreets sagte Nils Lofgren einmal: "Danny hatte seinen eigenen, einzigartigen und flüssigen Stil. Ich kannte keinen anderen mit einer derartig natürlichen Begabung, der so unangestrengt, intuitiv und gefühlvoll gespielt hat." Max Weinberg erzählte Backstreets: "Er hatte einen wunderbaren Zugang zu seinem Instrument und war ein unverzichtbarer Bestandteil der E Street Band."

Das 2009 erschienene Album Working On A Dream ist Danny gewidmet, mit dem Song "The Last Carnival", extra geschrieben für Bruces langjährigen Freund.

Veröffentlichte Solo-Alben: Danny Federici • Out Of A Dream • Flemington

 


Der Maestro der Underground Garage


Er ist weder der Einzige, der Älteste noch der reichste. Aber Little Steven Van Zandt ist gegenwärtig vielleicht auf dem Planeten der charismatischste, engagierteste und sichtbarste Kreuzritter, der angetreten ist, die schmutzige Unverdorbenheit des Rock 'n' Roll zu erhalten.

Am 22. November 1950 in Massachusetts geboren, traf Van Zandt in den frühen 1970ern zuerst auf Bruce Springsteen. Er gilt neben diesem als einer der Mitbegründer des "Sound Of Asbury Park (S.O.A.P.)", ebenso wie Southside Johnny und Billy Chinnock. Springsteen und Van Zandt wurden Freunde, und Van Zandt war Mitglied in einigen von Springsteens frühen Bands. Offiziell trat "Miami" Steve 1975 der E Street Band bei, nachdem sein Rat als Soulmusik-Experte gefragt war und er großen Gefallen an den Saxofon-Arrangements bei "Tenth Avenue Freeze-Out" fand. Wie Springsteen in der Dokumentation "Wings for Wheels" anmerkt, hat er entscheidenden Beitrag am Zustandekommen des typischen Riffs von "Born to Run ". Kein schlechter Anfang.

Van Zandt wurde der erste Gitarrist (und farbenprächtiges Bühnen-Gegenstück sowie Backgroundsänger) für die Born to Run, Darkness und River Tour, und er war an den Produktionen von Darkness, The River und Born in the U.S.A. beteiligt. Doch 1984 verließ er offiziell die East Street Nation – angeblich hat ihm Springsteen "Bobby Jean" als Farewell gewidmet –, um mehr in musikalische Soloprojekte und politische Aktivitäten zu investieren. Unter anderem unterstützt er das Projekt "Artists United Against Apartheid" im Jahre 1985, das sich gegen den Freizeit- und Vergnügungsparkkomplex Sun City in Südafrika auflehnte. Zusammen mit 49 international bekannten Künstlern (unter anderem Bruce Springsteen, Bono, Bob Dylan) nahm Van Zandt den Song Sun City auf, in dem sie versicherten, niemals dort aufzutreten.

Van Zandt kehrte aber zur E Street Band zurück, einmal für die Studioaufnahmen zu Greatest Hits 1995 und zur Reunion Tour1999; seitdem teilt er sich die Gitarrenarbeit auf der Bühne mit Nils Lofgren. Dieser hatte Stevens Platz vor Beginn der Welttour 1984-85 eingenommen.

Danach beeindruckte Van Zandt in zwei gänzlich anderen Bereichen.
Obwohl er zuvor noch niemals als Schauspieler gearbeitet hatte, wurde er vom Erfinder der "Sopranos" für die TV-Serie angeworben, in der er die Rolle des Silvio Dante übernahm. Er verkörpert in dieser Rolle einen Stripclubbesitzer, der Mitglied der Mafia von New Jersey ist und zu den engsten Freunden des Bosses, Tony Soprano, gehört, dessen Consigliere (Berater) er auch ist. Die sehr erfolgreiche Serie gewann mehrere Film- und Fernsehpreise.

2002 startete Van Zandt mit "Little Steven’s Underground Garage" eine Radiosendung, in der er sich mit Garagenrock und weiteren Subgenres der Rockmusik beschäftigt.
Nach dem Ende der "Sopranos" gründete er 2006 eine Plattenfirma unter dem Namen Wicked Cool Records.

Ab 2010 brachte es Van Zandt durch Fernsehauftritte in Norwegen zu einiger Präsenz – in der norwegischen Soap Opera "Hotel Cæsar" sowie ab 2012 in der norwegisch-amerikanischen TV-Serie "Lilyhammer", in der er einen Mafiaboss gibt, der im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms in Norwegen versteckt wird.
Van Zandt hat auch die erste Staffel produziert und daran mit geschrieben.

Veröffentlichte Alben: Greatest Hits • Men Without Women • Voice of America

DVD: Die Sopranos Staffel 1 bis 6 • Lilyhammer Staffel 1




E Street Schlagzeuger seit 1974


Am 13. April 1951 in Newark, New Jersey, geboren, bewarb sich Weinberg, nachdem er für Theaterproduktionen in Pit-Bands mitgespielt hatte, auf eine Anzeige in der "Village Voice", in der Bruce Springsteen einen Schlagzeuger zum Vorspielen suchte, in der Lage, R&B und Jazz zu spielen und die, in Anspielung auf Ginger Baker, der auch durch seine langen Soli bekannt war, „keinen jungen Ginger Baker" ("no junior Ginger Bakers") forderte.

Weinberg hatte die E Street Band noch nie zuvor gesehen und war mit den meisten ihrer Stücke nicht vertraut. Man erzählt sich, dass Max' Performance zu "Let the Four Winds Blow" während des Probespiels ihm den Job verschafft habe. Der Beat zum Song war ihm ein Leichtes, aber war auch in der Lage, Springsteens Zeichen in die Tat umzusetzen, insbesondere einen Rim Shot* zu spielen, als Springsteen den Arm hob, die Band zu stoppen, um dann erneut in den Song zu starten. Das war besonders eindrucksvoll.

Max trat zur gleichen Zeit der Band bei wie der neue Pianist Roy Bittan. Und die neue Bandbesetzung spielte einige von Springsteens erfolgreichsten und angesehensten Alben ein. Max' perfektes, kräftiges Schlagzeugspiel ist unübertroffen bei Hits wie "Born in the U.S.A.", aber auch bei tiefgründigeren Stücken wie beispielsweise "Candy's Room".

Um das Jahr 1980 erlitt Weinberg eine Sehnenscheidenentzündung, die sieben Operationen an seiner Hand und seinen Handgelenken nötig machte. Er veröffentlichte ein hochgelobtes Buch über Rock-Schlagzeuger und Schlagzeugwesen mit dem Titel „The Big Beat" (1991) und kurbelte dessen Verkauf mit einer Tour durch Universitäten im Nordosten der USA an.

Nach der inoffiziellen Auflösung der E Street Band im Jahre 1989 arbeitete Max an verschiedenen Projekten, einschließlich der Gründung einer eigenen Plattenfirma. Letztendlich war er sehr erfolgreich als musikalischer Leiter und Bandleader bei "Late Night with Conan O'Brien". Dabei hatte er seine eigene Band, die Max Weinberg Seven, unter ihnen Richie "La Bamba" Rosenberg und Mark Pender (keine Unbekannten für Springsteen-Fans). In der Talkshow war Weinbergs gereifte Persönlichkeit oft komödiantisches Gegengewicht zu O’Briens zuweilen aufgedrehter und sarkastischer Natur. 2010 beendete Weinberg sein Engagement bei Conan O'Brien.

Max Weinberg entstammt einer sehr musikalischen Familie. Seine Schwester Nancy Winston ist eine professionelle Pianistin und Sängerin, die in New York City bekannt ist für ihre regelmäßigen Auftritte im Cafe Pierre, dem Plaza Hotel und anderen erstklassigen Piano-Bars. Weinberg selbst arbeitete an dem Debütalbum seiner Schwester mit.

Max Weinberg ist mit Becky Weinberg verheiratet. Sein Sohn Jay ist ebenfalls Schlagzeuger. Während der Working on a Dream Tour vertrat er für einige Konzerte seinen Vater bei der E Street Band, weil dieser wegen der Late Night Show zeitweilig unabkömmlich war. Tochter Ali ist Keyboarderin, die bei einem Auftritt von Springsteens E Street Band während der letzten Tour einen Gastauftritt hatte.

* Wenn gleichzeitig mit der Stockspitze das Fell und mit dem Stockschaft der Spannring angeschlagen wird, nennt man dieses einen Rim Shot, dieser ist meistens laut und krachend und hört sich meist metallisch an.

Veröffentlichte Solo-Alben: Let there be DRUMS! • Max Weinberg 7

Buch: The Big Beat: Conversations With Rock's Great Drummers


 


Der Professor


Roy Bittan, der am 2. Juli 1949 in Rockaway Beach, Queens, New York City, geboren wurde, ist ein US-amerikanischer Keyboarder, der wohl am bekanntesten wurde durch sein Mitwirken in der E Street Band von Bruce Springsteen. Dort spielt Bittan (Spitzname „The Professor") Piano, Orgel, Akkordeon und Synthesizer.

"Roys Sound, beginnend auf Born to Run, ist immer noch der Sound, den viele Menschen – zusammen mit Clarence Clemons' Saxofon – mit der E Street Band in Verbindung bringen. Ein erstaunlicher Musiker." (Bruce Springsteen)

Bittan ist seit 1974 Mitglied der E Street Band und hat bei den meisten Alben Springsteens mitgewirkt.
Als David Sancious die Band verließ, verlor sie ihren erfahrensten und begabtesten Musiker. 30 Pianospieler bewarben sich auf eine Anzeige in der "Village Voice", mit der Springsteen jemanden suchte, der alles spielen könne "vom Klassischen bis zu Jerry Lee Lewis". Roy, der schon in Bands und bei Broadway-Musicals mitgespielt hatte, sah die Anzeige, ging zum Vorspielen und erhielt den Job.
Während sein Fachkönnen für die Liveshows der Bands ein Gewinn war, war sein größter sofortiger Beitrag für Springsteens Arbeit im Studio, als Bruce mit der Fertigstellung seines dritten Albums kämpfte. Obwohl dieser viele der Songs von Born to Run selbst am Piano komponierte hatte, reichte seine limitierte Fähigkeit an diesem Instrument für Aufnahmezwecke nicht aus. Roy war in der Lage, seine Ideen umzusetzen, was ausschlaggebend war für die Fertigstellung eines der berühmtesten Rockalben aller Zeiten. Seine Pianoparts sind essenziell für jedes Stück des Albums.

Im Übrigen dient Roy Bittans stetiges Spiel als Regulativ zu Springsteens teilweise wilderen Bühnenpossen, beispielsweise wenn er oben auf Roys Piano steht. Wenn Bittan Raum für Solos eingeräumt wird, dann kann er auch das vollendet bedienen, sei es ein Boogie-Woogie während eines Coversongs oder die elegische Koda zu "Racing in the Street".

Als Springsteen 1989 seine Arbeit mit der Band vorläufig einstellte, war Bittan das einzige Mitglied, das weiter mit Springsteen zusammenarbeitete, sowohl im Studio als auch auf Bühne. 1999 schloss sich die Band komplett wieder zusammen.

In den Zwischenzeiten war er ein gefragter Session-Musiker und tourte mit Künstlern von den Dire Straits, mit Bob Seeger, Lucinda Williams und Stevie Nicks.

Roy Bittan spielte auf Meat Loafs Debütalbum Bat out of Hell (1977) fast sämtliche Tasteninstrumente. Jim Steinman war von Bittan seit dessen Mitwirken auf Springsteens 1975er Album Born to Run so überzeugt, dass er mit ihm mehrere Projekte verwirklichte (u.a. zwei weitere Meat-Loaf-Alben, das Soloalbum Bad For Good, für die australische Band Air Supply einen der größten Erfolge mit Making Love Out of Nothing at All, eine Single von Barbra Streisand, das Konzeptalbum Original Sin von Pandora's Box und viele mehr).

Bittan ist das einzige Mitglied er E Street Band, das Co-Autor von Springsteen-Songs war: "Roll of the Dice" und "Real World" aus Human Touch sowie beim Outtake "Trouble in Paradise", das später auf Tracks veröffentlicht wurde.



Senior-Mitglieder der E Street Band


Garry Wayne Tallent wurde am 27. Oktober 1949 in Detroit, Michigan, USA, geboren. Er wurde hauptsächlich als Bassist von Bruce Springsteen's E Street Band bekannt.

"...His father was a talent, his mother was a talent, his sister was a talent, his brother was a talent, his great, great grandfather was a great, great talent. On the bass guitar, from Long Branch, New Jersey, Mr. Garry W. Tallent!"* (Bruce Springsteen)

Als Teenager zog Garry Tallent an die Jersey Shore und ließ sich bald von der aufstrebenden Musikszene New Jerseys gefangen nehmen. Zwei seiner Highschool-Klassenkameraden waren der legendäre Jersey-Shore-Musiker "Southside" Johnny Lyon (von Southside Johnny und den Asbury Park Jukes) und der zukünftige Springsteen-Drummer Vini "Mad Dog" Lopez. Aber seine Verbindungen endeten da nicht. Er war das einzige nicht-afroamerikanische Mitglied von Little Melvin & the Invaders, unter ihnen ein gewisser Clarence Clemons. Tallent spielte zusammen mit Vini Lopez und dem 2008 verstorbenen E Street-Keyboarder Danny Federici in verschiedenen Bands. Zusammen mit Steven Van Zandt schloss er sich einer Band namens The Jaywalkers an. In einer anderen Band, Glory Road, spielte er mit Keyboarder David Sancious.

Seine Verbindung zu Sancious führte zu einer Rolle in Springsteens Gruppe Dr. Zoom and the Sonic Boom, die alsbald in die Bruce Springsteen Band überging. Nach den Rassenunruhen in Asbury Park zog er mit David Sancious, "Southside" Johnny und anderen Asbury-Park-Musikern um nach Richmond, Virginia. Als Bruce Springsteen jedoch eine Band für sein erstes Album bei Columbia Records brauchte, rief er Garry Tallent (zusammen mit David Sancious) zurück nach New Jersey. Kurz darauf wurde die E Street Band ins Leben gerufen.

Tallent spielte Tuba in der Band seiner High School, aber er wollte eigentlich lieber Rock 'n' Roll spielen. Ihm war bekannt, dass Bassisten dünn gesät waren. Das Spiel an der Bassgitarre brachte er sich selbst bei, indem er sich die Aufnahmen berühmter Bassisten anhörte. Seine frühen Einflüsse waren James Jamerson, Donald "Duck" Dunn, Paul McCartney und Bill Wyman.
Tallent bemerkte, dass das Verständnis von der Rolle der Tuba in einem Orchester ihm half, die Rolle eines Bassisten herauszufinden und den Stil zu entwickeln, der ihm später den Spitznamen "Gründung der E Street Nation" einbrachte. (Die Tuba erwies sich später als nützlich, als Tallent das Instrument in die Hand nahm für einen Part in dem Song "Wild Billy's Circus Story" des Albums The Wild, the Innocent & the E Street Shuffle.)

Nach der inoffiziellen Auflösung der E Street Band 1989 zog Tallent nach Nashville, wo er eine erfolgreiche Karriere als Produzent und Session-Musiker startete. Er baute dort ein Aufnahmestudio auf und gründete eine Plattenfirma. Auf dem Album The Ghost of Tom Joad 1995 wirkte er als Bassist mit.

Seit der Wiedervereinigung der E Street Band 1999 ist Garry Tallent ununterbrochen dabei.

* Eine Übersetzung würde nicht so wirken, weil im Englischen "Tallent" und "Talent" gleich ausgesprochen werden; außerdem hat das zweimalige "great" eine unterschiedliche Bedeutung: great great grandfather = UrUr-Großvater; great great talent = großes, großes Talent.

 


Der großartige Nils Lofgren


Als Frontmann in seiner eigenen unnachahmlichen Art war Nils immer glücklich damit, "Sideman" zu sein und geheime Waffe – für verschiedene Rock 'n' Roll-Größen.

Bruce Springsteen stellt ihn auf der Bühne immer vor als "the great Nils Lofgren" vor. So gehört der begnadete Gitarrist ganz bestimmt zu den vielseitigsten Musikern in der Rockmusik. Schon in frühen Jahren lernte er Bereiche kennen, die man nicht dem Rock 'n' Roll zuordnet: Akkordeon, klassische Musik und Jazz. Schließlich zog es ihn doch zum Rock 'n' Roll, nachdem er sich ein Jimi-Hendrix-Konzert angeschaut hatte.

Nils Lofgren wurde am 21. Juni 1951 in Chicago, Illinois, geboren. Bereits im Alter von 17 Jahren gehörte er der Band von Neil Young an und spielte auf dessen Album After The Goldrush Klavier. In dieser Zeit spielte er auch zusammen mit seiner eigenen Band namens Grin vier Alben ein. Nach dem Ausstieg von Mick Taylor sollte Lofgren eventuell bei den Rolling Stones einsteigen. 1975 startete Lofgren seine Karriere als Solokünstler und hatte mit Songs wie "Back It Up", "Keith Don't Go" (dieser Song handelt von Keith Richards' Drogenproblemen), "I Came to Dance" sowie "Shine Silently" und "No Mercy" einige erfolgreiche Single-Hits.

In Deutschland wurde er den Musikfans vor allem 1976 und 1979 bekannt durch seine Auftritte im Rockpalast. Zu dieser Zeit veröffentlichte Lofgren viele Platten, die immenses Kritikerlob einheimsten, aber kommerziell erfolglos blieben.

1984 ersetzte er den scheidenden Steven Van Zandt in der E Street Band, noch rechtzeitig vor dem Start der weltweiten und erfolgreichen Born in the U.S.A. Tour. Bei Springsteen wurde er bekannt nicht nur für seine hinreißenden Gitarren-Soli, sondern auch für seine Bühnenakrobatik dabei – schließlich war zu in Highschool-Zeiten als Turner in Wettkämpfen aufgetreten.

In den frühen 1990ern während der Auszeit der E Street Band tourte er mit der All-Star Band von Ringo Starr, in der auch Clarence Clemons mitspielte. Außerdem veröffentlichte er eine Reihe von anerkannten Alben unter seinem eigenen Namen (im Song "Valentine" singt er im Duett mit Springsteen). Als 1999 die E Street Band wieder zusammenkam, machte Lofgren in dieser Band weiter als zweiter Gitarrist neben Van Zandt. Bis heute ist er dabei.
Neben den Touren mit der E Street Band arbeitet er weiter an eigenen Alben, lernt immer noch neue Instrumente zu spielen, wie z.B. die Pedal-Steel-Gitarre.
Trotz zweier künstlicher Hüftgelenke dreht er immer noch Pirouetten während einiger Soli, beispielsweise bei "Because the Night"

Veröffentlichte Solo-Alben: Nils Lofgren (1975) • Cry Tough (1976) • I Came To Dance (1977) • Night After Night (1978) • Nils (1979) • Night Fades Away (1981) • Rhythm Romance (1982) • Wonderland (1983) • Flip (1985) • Code Of The Road, Live 85 (1986) • Silver Lining (1991) • Crooked Line (1992) • Every Breath, Soundtrack (1993) • Live On The Test (1993) • Code Of The Road, Live (1994) • Damaged Goods (1995) • Acoustic Live (1997) • Archive Live, Live N.J. Stone Pony 1985 (1997) • Into The Night, Best Of (1998) • New Lives, BBC () • Bootleg, Live 1975 (2001) • Breakaway Angel (2001) • Tuff Stuff - The Best Of The All - Madden Team Band (2002) • Nils Lofgren Band Live (2003) • Sacred Weapon (2006) • The Loner - Nils Sings Neil (2008) • Old School (2011)

DVD/Video: How To Play Guitar, Instructional Video (1989) • Live At Town And Country Club (1991) • Live & Raw (2001) • At Rockpalast (2005) • Live Acoustic (2006) • Live At Rockpalast (2010)




Die First Lady der E Street Band


Patti Scialfa, geboren am 29. Juli 1953 in Long Branch, New Jersey, (eigentlich Vivienne Patricia Scialfa) ist eine US-amerikanische Sängerin. Ihr Musikstil wird dem amerikanischen Roots Rock zugerechnet.

Patti Scialfa ist bekannt als Ehefrau von Bruce Springsteen und als Background-Sängerin der E Street Band. Nachdem Bruce Springsteens Ehe mit dem Fotomodell Julianne Phillips geschieden wurde, heiratete sie 1991den "Boss". Derzeit leben beide in Colts Neck, New Jersey, und haben drei Kinder: Evan James (geboren 1990), Jessica Rae (geboren 1991) und Sam Ryan (geboren 1993).

Auch wenn es wohl eine Last-Minute-Entscheidung gewesen ist, war Patti Scialfa keine unbekannte Größe, als sie 1984 (erstes) weibliches Mitglied der E Street Band wurde. Sie war mit Springsteen befreundet, hatten in den frühen Achtzigern sehr häufig zusammen bei den gleichen Konzerten im Stone Pony mitgewirkt. Sie hatte mit Southside Johnny und den Asbury Jules getourt, mit der Band Tone gearbeitet, die Davis Sancious nach seinem Weggang von der E Street Band gegründet hatte. Und sie hatte bei der Miami's School of Music und der New York University studiert. Während ihrer ersten Versuche Mitte der Siebzigerjahre, ihren Unterhalt als Musikerin zu bestreiten, antwortete sie auf eine Anzeige in der Village Voice und kam zum Vorsingen bei der E Street Band; sie hatte sogar schon mit Bruce im Studio während der Aufnahmen zu Born in the U.S.A. eine Gesangsspur eingespielt, die aber nicht den Weg in das Album fand.

Bruce hatte schon in der Vergangenheit weibliche Stimmen in seiner Musik genutzt, besonders erwähnenswert ist hier die fünfmonatige Mitarbeit von Suki Lahav (Gesang und Violine) in einer frühen Phase der Band. Aber eine weibliche "Vollzeit"-Sängerin hinzuzunehmen, um "mit dem Jungenclub Schluss zu machen", wie Springsteen Jahre später anmerkte, das war schon eine große Veränderung. Anfänglich bestand ihre Rolle darin sicherzustellen, dass "jemand den richtigen Ton treffen würde, jeden Abend." Aber eine Frau in der Band zu haben, sorgte für ein neues Element mit visueller Wirkung. Das männlich-weibliche Zusammenspiel, das nun mit Pattis Gegenwart möglich war, spielte eine Schlüsselrolle bei der Tunnel of Love Tour im Jahre 1988, als Patti und Bruce in der Bühnenmitte agierten, u.a. bei "Tougher Than the Rest", "Tunnel of Love" und "One Step Up".

Während dieser Tour hatten sie sich ineinander verliebt, und sie gingen 1991 das Bund der Ehe ein. Patti versuchte, Kindererziehung und häusliches Leben miteinander in Einklang zu bringen, was dazu führte, dass sie periodisch nicht mit auf der Bühne stand. Bruce erklärte dem Publikum dann immer auf humorvolle Weise, dass mit den Teenagers zu Hause das Heim bewacht werden müsse.

Rumble Doll, Pattis erstes Soloalbum, fand 1993 den Weg in die Öffentlichkeit. Alle Songs hatte sie selbst geschrieben. 2004 folgte ihr zweites Album, 23rd Street Lullaby. Produziert wurde das Album von Steve Jordan, der bereits mit Keith Richards zusammengearbeitet hatte. Neben Springsteen selbst arbeiteten auch Nils Lofgren an der Gitarre sowie Soozie Tyrell (Gesang, Violine und quasi Mitglied der E Street Band) am Album mit. Eine Tour folgte (hin und wieder mit einem Special Guest namens Bruce Springsteen).
Im Jahre 2007 erschien das dritte Scialfa-Album, wiederum produziert von Steve Jordan, Play It as It Lays. Es erhielt überwiegend gute Kritiken, beispielsweise vom deutschen Rolling Stone, der ausführte: „Und tatsächlich ist vieles auf 23rd Street Lullaby erfüllt von Rückblick und nachdenklicher Melancholie, von der traurigen Unerbittlichkeit des Lebens und der Unplanbarkeit seiner Umstände –Themen freilich, die auch den Gatten immer wieder umtreiben."
Dieses Album erschien zeitgleich mit dem Beginn von Springsteens Magic Tour. Während des ersten Teils der Tour sangen Springsteen und Scialfa ein Stück daraus, "Town Called Heartbreak", im Duett.

* Eine Übersetzung würde nicht so wirken, weil im Englischen "Tallent" und "Talent" gleich ausgesprochen werden; außerdem hat das zweimalige "great" eine unterschiedliche Bedeutung: great great grandfather = UrUr-Großvater; great great talent = großes, großes Talent.

Veröffentlichte Solo-Alben: Rumble Doll • 23rd Street Lullaby • Play It As It Lays















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