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Die Darkness Tour von Bruce Springsteen und der E Street Band war eine Konzerttour durch Nordamerika, die von Mai 1978 bis zum Jahresende lief, in Verbindung mit der Veröffentlichung von Springsteens Album Darkness On The Edge Of Town. (Wie viele von Springsteens Touren hatte sie keinen offiziellen Namen, aber dieser ist der am häufigsten gebrauchte).
Biograf Dave Marsh schrieb im Jahre 1987: "Die unglaubliche Intensität jener 78er Shows gehört zu den Rock'n'Roll-Legenden, ebenso wie Dylans von 1966 mit der Band, die Touren der Rolling Stones von 1969 und 1972 und die Tommy Tour 1969 von The Who: Meilensteine einer Ära."
Die Tour startete am 23. Mai 1978 im Shea's Buffalo, New York, und spielte in Hallen, Theatern und gelegentlich in Arenen überall in den USA, mit einigen Ausflügen nach Kanada. Ersten acht Shows wurden der Veröffentlichung des Albums (2. Juni) gespielt. Große Städte, kleinere Städte, College-Orte, überall wurde gespielt. Einige wenige Show wurden wegen Krankheit abgesagt, aber später im Verlaufe der Tour nachgeholt. Die Tour schloss nach 115 Shows am Neujahrstag in Cleveland, im Ohio's Richmond Coliseum.Nach einer kurzen, und erfreulich verlaufenden Tourerfahrung in Europa nach der Veröffentlichung von Born to Run und dem schwächeren Verkauf von Darkness, verglichen mit dem Vorgänger, wagte Springsteen keine Tour in Europa.
© Foto gesehen auf BRUCEBASE WIKI.
Die Shows von 1978 waren länger als vorhergehende Springsteen-Konzerte, umfassten in der Regel 25 Songs, waren aber noch nicht diese wirklichen Marathonkonzerte wie bei der The River und der Born in the USA Tour. Sie hatten auch noch nicht diese Variation in den Setlisten, denn seine Karriere war noch nicht lang genug, um mit alten Raritäten zu überraschen wie später bei der Reunion, Rising oder Magic Tour.Dennoch ist das am häufigsten gebrauchte Wort für die Shows "intensiv". Meistens eröffnete "Badlands" die Show, schneller gesungen als im Studio, mit aktiverem Schlagzeug und mit einem Springsteen, der so schnell sang, dass die Band sich anstrengen musste mitzukommen. "Born to Run" gegen Ende der Show wurde ebenfalls mit halsbrecherischer Geschwindigkeit gespielt. Im Gegensatz dazu wurden langsamere Nummern wie "Streets of Fire" sogar noch langsamer gespielt, mit gespenstischen Orgellinien im Hintergrund von Springsteens knurrendem bis brüllendem Gesang.
Zahlreiche neue Springsteens-Songs wurden gespielt. Einige waren unter, die bereits Hits waren oder bald welche werden würden, wie zum Beispiel "Fire" oder "Because the Night". Zwei neue langsame Nummern, die sofort aufgenommen und bejubelt wurden, waren die schmerzliche Familiengeschichte "Independence Day" und das albtraumhafte "Point Blank", die beide später 1980 auf dem Album "The River" erscheinen würden, ebenso wie mehrere andere Songs, die man sporadisch 1978 hörte.
Besonders erwähnenswert war der Umgang mit einem seiner berühmtesten Songs. "Prove It All Night", die erfolglose erste Single aus Darkness, wurde umarrangiert in einen 11 Minuten langen epischen Song, mit einem langen, heulenden Gitarrensolo (mit dem Piano im Hintergrund) und einem frenetischen Orgel- und Gitarren-Outro (mit dem Schlagzeug im Hintergrund). Diese Interpretation wurde über die Jahrzehnte zum Liebling vieler Fans. Das Riano-Outro von "Racing in the Streets" leitete überraschenderweise das Piano-Intro von "Thunder Road" ein. Auf Born to Run gab es bei "Backstreets" eine sechseinhalb Minuten lange epische Erzählung über Betrug und Verlust, die der Kritiker Greil Marcus mit der Ilias verglich, jetzt ausgedient auf elf bis dreizehn Minuten über eine lange, meistens pianobasierte Erweiterung, verschiedentlich bekannt als "Baby I remember You", "Little Girl Don't Cry" oder "Sad Eyes". Auf einigen Aufnahmen kann man die Zuschauer aufschreien hören, als das emotionale Stück ausklingt, bevor das Tempo erhöht wird, plötzlich stoppt und die "Hiding on the backstreets"-Koda in voller Stärke zurückkommt. Diese Einlage würde später als Basis für einen Teil von "Drive All Night" des River-Albums benutzt werden. Doch für viele Fans hatte Springsteen in diesem ausgedehnten "Backstreets" seinen künstlerischen Höhepunkt gefunden.
Die E Street Band hatte durchweg einen kräftigen, dennoch einen fast spärlichen Sound; jedes Instrument klang klar (als in der Zeit zwischen 1990 und 2000 gehört dazu kamen, wurde der Sound der Band stärker, verlor aber seine Klarheit). Insbesondere war Roy Bittan's Piano der musikalische Eckpfeiler für viele Stücke.
Natürlich war in der Show bei Weitem nicht alles in düsterer Stimmung. Die dritte Nummer, die gespielt wurde, war fast immer das halb ernste, halb heitere "Spirit in the Night", bei dem das Publikum mit einbezogen wurde, und gegen Ende der Shows wurde es beträchtlich entspannter mit dem Set-Closer "Rosalita (Come Out Tonight)" und den Zugaben mit Springsteens ausgelassenem R&B-Klassiker "Detroit Medley" und der Gary U.S. Bonds' Tanzparty-Hymne "Quarter to Three" im Stile von James Brown.
Bei dieser Tour war Springsteen zum ersten Mal Headliner in ausverkauften Arenen (einschließlich dem Madison Square Garden), wovor er immer Angst gehabt hatte, weil er meinte, er könne die Kontrolle über das Publikum verlieren. Und Springsteen sollte weiterhin in Arenen und sogar in den kommenden Jahrzehnten in Stadien spielen.
© Foto von Jack Bogdanski, gesehen auf BRUCEBASE WIKI.
Nach Aussage der inoffiziellen Fanseite Brucebase waren die meisten Shows der Tour ausverkauft oder fast ausverkauft; nur eine Handvoll hatte eine größere Anzahl von leeren Sitzen, so in Kalamazoo, Michigan, wo Springsteen dem Veranstalter anbot, ihm den finanziellen Verlust auszugleichen.
Robert Hilburn, Kritiker der Los Angeles Times, schrieb: "Das Vertrauen, das ich an jenem Dezembertag 1978 in Springsteen setzte und 400 Meilen nach Tuscon, Arizona fuhr, um ihn im Konzert zu sehen (aus persönlichen Gründen, nicht beruflich), zahlte sich aus. Diese Show im Westen am Ende der Darkness Tour, die Los Angeles ausgelassen hatte, überschwemmte mich mit Emotionen ... Springsteen zu sehen, wie er sich auf der Bühne alles abverlangte, und der Eloquenz seiner Songs zu lauschen, das ließ mich alle Zweifel vergessen und wieder über meine eigenen Träume nachzudenken.
Lynn Goldsmith erzählte später, dass die 1978er Tour alles andere als eine typische Rocktour war. Sie verglich diese mit der 1978er Tour der Rolling Stones, die sie auch erlebt hatte: "Bei Bruce gab es keine Drogen, kein Gesaufe, es gab lange Soundchecks und lange Shows. Bei den Stones gab es keinen Soundcheck, aber eine Menge Partys und ganz schnelles Weglaufen von der Bühne, um die Privatmaschine zu erreichen ... Bruce hatte dafür gar kein Geld. Anstatt in Discos nach der Show herumzuhängen, verbrachte er lieber die Zeit, Flipper zu spielen oder vom Bus aus die Landschaft anzuschauen."
© Foto von Steve www.eyecandypromo.com, gesehen auf BRUCEBASE WIKI.
Einer der Gründe, warum man sich so gut an diese Tour erinnert und warum man sie oft auch als Höhepunkt von Springsteen und der E Street Band im Konzert ansieht, ist die Tatsache, dass mehrere komplette Shows von Radiosendern, die sich an progressivem Rock und albumorientiertem Rock orientierten, übertragen wurden. Darunter war die Show aus dem Roxy (West Hollywood) vom 7. Juli, die Show aus Clevelands Agora Ballroom vom 9. August, die Show im Capital Center in Passaic vom 19. September, die Show im Fox Theater in Atlanta vom 30. September, die von 18 Sendern im Südwesten übertragen wurde, sowie die Show im Winterland Ballroom in San Francisco vom 15. Dezember. Diese Übertragungen wurden von Jimmy Iovine gemischt und waren von hoher Audio-Qualität. Gleichzeitig hörten mehr Menschen die Konzerte als die Besucher vor Ort. Über die Jahre spielten die Sender unerlaubterweise die Konzerte wieder ab, und deshalb gibt es auch Bootlegs von hoher Qualität davon.
Zusätzlich wurde in den frühen Achtzigern ein langes Musikvideo von "Rosalita" auf MTV veröffentlicht, und zwar von der Show im Arizona Veterans Memorial Coliseum in Phoenix, Arizona, das auch die Bandvorstellung enthielt sowie Aufnahmen von ergebenen weiblichen Fans, die die Bühne stürmten. Das Video zeigte die energiegeladene und verspielte Seite von Springsteen und der E Street Band im Konzert und war, was Gelegenheitsfans als Erstes zu Gesicht bekamen. Es wurde Teil der Video Anthology 1978-88.
Im Jahre 2006 kündigte Manager Jon Landau eine DVD mit einem vollständigen Konzert von der Darkness Tour an, die der Veröffentlichung einer Show der Born to Run Tour (Hammersmith Odeon, London, 1975) folgen sollte. Es ging schließlich im November 2010 mit der Veröffentlichung von The Promise: The Making of "Darkness On the Edge of Town" in Erfüllung, einem aufwändigen Boxset, das eine DVD enthielt mit der Aufnahme des vollen Konzerts vom 8. Dezember 1978 in Houstons Arena The Summit.
© Foto Karl Buhler, gesehen auf BRUCEBASE WIKI.
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Nach Alben:Greetings from Asbury Park, N.J.For You Growin' Up It's Hard To Be A Saint In The City Lost In The Flood Spirit In The Night The Wild, The Innocent & The E Street Shuffle 4th Of July, Asbury Park (Sandy) The E Street Shuffle Incident On 57th Street Kitty's Back Rosalita (Come Out Tonight) Born To Run Backstreets Born To Run Jungleland Meeting Across The River Night She's The One Tenth Avenue Freeze-Out Thunder Road |
Darkness On The Edge Of Town Adam Raised a Cain Badlands Candy's Room Darkness on the Edge of Town Factory The Promised Land Prove It All Night Racing in the Street Something in the Night Streets of Fire Sonstige:
Drive All Night |
Cover-Songs: |
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A Whole Lotta Shakin' Goin' On Around And Around Auld Lang Syne Chimes Of Freedom Detroit Medley Double Shot (Of My Baby's Love) Gloria Good Rockin' Tonight Heartbreak Hotel High School Confidential Honky Tonk I Fought The Law I Heard That Lonesome Wind Blow It's My Life Louie Louie Lucille |
Mona Night Train Oh, Boy! Pretty Flamingo Quarter To Three Raise Your Hand Rave On Ready Teddy Runaround Sue Santa Claus Is Coming To Town Sea Cruise Summertime Blues Sweet Little Sixteen The Last Time Twist And Shout You Can't Sit Down |
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Mai 1978 // USA |
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Juni 1978 // USA & Kanada |
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Juli 1978 // USA |
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22.07.1978 |
Boutwell Memorial Auditorium, Birmingham, AL ![]() Auftritt wegen Krankheit auf den 29. September verschoben. |
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August 1978 // USA |
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25.08.1978 |
Toad's Place, New Haven, CTBruce und Clarence trafen Beaver Brown, mit dem sie an diesem Abend zusammen "Rosalita (Come Out Tonight)" spielten |
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September 1978 // USA |
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Oktober 1978 // USA |
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November 1978 // USA & Canada |
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Dezember 1978 // USA |
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01.12.1978 |
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03.12.1978 |
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07.12.1978 |
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09.12.1978 |
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11.12.1978 |
University Of Colorado, Boulder, COKonzert fand nicht statt, mangels ausreichender Werbung und schwachem Ticketverkauf. |
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30.12.1978 |
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Januar 1979 // USA |
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01.01.1979 |
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